Ja, es gibt sie: die sich selbst erfüllende Prophezeiung. Und sie begegnet uns im Alltag häufiger, als wir vermuten.Verschiedene Studien weisen darauf hin, dass mögliche schwere Nebenwirkungen eines Medikaments häufiger auftreten, wenn man sich vor der Einnahme intensiv mit ihnen beschäftigt hat. Dieses Phänomen wird als Nocebo-Effekt bezeichnet.
Glauben Sie hingegen fest an die Wirkung eines Medikaments, kann sogar eine „Zuckerpille" einen realen biochemischen Heilungsprozess auslösen. Dieser Vorgang wird als Placebo-Effekt bezeichnet.
Menschen haben Überzeugungen über bestimmte Situationen, Ereignisse oder andere Menschen. Diese Überzeugungen können positiv oder negativ sein. Werden sie immer wieder bestätigt und verinnerlicht, entwickeln sie sich zu Glaubenssätzen.
Solche Glaubenssätze beeinflussen unbewusst unser Denken, unser Handeln und unsere Körpersprache. Gleichzeitig reagiert unser Umfeld auf dieses Verhalten. Auch die eigene Leistungsfähigkeit wird davon beeinflusst.
In Paargesprächen hören wir häufig Aussagen wie:
„Ich habe mich getrennt, weil ich so oft gesagt habe, dass ich mich trennen würde. Irgendwann hatte ich Sorge, dass du dich von mir trennen könntest. Weil ich nicht derjenige sein wollte, der zurückbleibt, habe ich die Beziehung beendet. Das Gehen tat für mich weniger weh als die Vorstellung, verlassen zu werden."
Im Laufe einer Partnerschaft entstehen zwangsläufig Konflikte. Wird in solchen Situationen immer wieder ausgesprochen: „Wenn das so weitergeht, trenne ich mich", entfaltet diese Aussage mit der Zeit eine selbstsuggestive Wirkung. Die Trennung wird zunehmend als reale und vielleicht sogar als naheliegende Lösung wahrgenommen.
Unsere Gedanken beeinflussen unsere Wahrnehmung und unser Verhalten. Wer immer wieder denkt: „Ich werde mich trennen", richtet seinen Fokus häufig stärker auf die Gründe für eine Trennung als auf die Suche nach einer konstruktiven Konfliktlösung. Dadurch steigt die Wahrscheinlichkeit, dass die Beziehung tatsächlich endet.
Solche Paare sitzen später oft bei uns in der Sprechstunde und stellen fest, dass nicht die Liebe fehlte, sondern eine gemeinsame Strategie für den Umgang mit Konflikten.
Wer zur Kommunikation in der Partnerschaft weiter lesen möchte dem empfehle ich meinen Artikel "Kommunikation in der Partnerschaft - aber wie".
Im Laufe einer Partnerschaft entstehen zwangsläufig Konflikte. Wird in solchen Situationen immer wieder ausgesprochen: „Wenn das so weitergeht, trenne ich mich", entfaltet diese Aussage mit der Zeit eine selbstsuggestive Wirkung. Die Trennung wird zunehmend als reale und vielleicht sogar als naheliegende Lösung wahrgenommen.
Unsere Gedanken beeinflussen unsere Wahrnehmung und unser Verhalten. Wer immer wieder denkt: „Ich werde mich trennen", richtet seinen Fokus häufig stärker auf die Gründe für eine Trennung als auf die Suche nach einer konstruktiven Konfliktlösung. Dadurch steigt die Wahrscheinlichkeit, dass die Beziehung tatsächlich endet.
Solche Paare sitzen später oft bei uns in der Sprechstunde und stellen fest, dass nicht die Liebe fehlte, sondern eine gemeinsame Strategie für den Umgang mit Konflikten.
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